Titelgrafik Johannes Imo

Pyrenäen GR 11

Tagebuch

Auf dieser Seite finden Sie eine Beschreibung unserer Pyrenäen-Wanderung. Sie ist in folgende Kapitel unterteilt:

Anreise von Barcelona nach Espot (bei La Guingueta)

Wie in jeder spanischen Großstadt gibt es auch in Barcelona einen riesigen Busbahnhof, die Estacion de autobuses "Barcelona Nord" in der Nähe des "Arc de Triomf", von wo aus man (oft für wenig Geld) fast überall hin nach Spanien fahren kann. Wir nahmen einen Bus der Firma Alsina Graells, der um 7.30 Uhr losfuhr und und für 28,95 EUR in fünfeinhalb Stunden nach La Guingeta bringen sollte.
Während der Fahrt lernten wir eine Engländerin kennen, die wir noch oft wiedersehen sollten, sowie ein junges Pärchen aus Osteuropa.
So unterhielten wir uns über unser Vorhaben, ein Stück des GR 11 zu wandern. Und weil die erste Etappe laut Führer etwa 16 Kilometer lang sein sollte mit 1000 Höhenmetern, der Bus La Guingueta aber erst um die Mittagszeit erreichen würde, diskutierten wir bereits bevor es richtig losgegangen war über Abkürzungsmöglichkeiten.
So fragten wir den Busfahrer, ob er uns bereits einige Kilometer vor La Guingeta an der Straßenabzweigung nach Espot herauslassen könne, was problemlos möglich war. An dieser Kreuzung befand sich eine Tankstelle und der sehr freundliche Busfahrer gab uns noch den Tipp, dass wir von dort per Telefon einen Ranger aus Espot bestellen könnten, der uns auch die Kilometer nach Espot noch fahren würde.
Dank der guten Spanischkenntnisse meiner Schwester war auch dies kein Problem, wir erfuhren vom Tankwart die Nummer des Rangers, riefen dort an und eine Viertelstunde später kam ein Jeep. Das junge Pärchen sowie die Engländerin, die alle kein spanisch sprachen, hatten sich uns angeschlossen, wollten aber später andere Wege laufen.

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Beladen des Jeeps

Am spannendsten war dann schließlich, wie der Ranger unsere Rucksäcke auf das Dach seines Jeeps lud und mit lediglich einem winzig dünnen Spanngurt "sicherte". Wir sahen bei der anschließenden Fahrt (die übrigens nur 2,- EUR pro Person kostete) bei jeder Kurve schon unsere komplette Ausrüstung irgendwelche spanischen Abgründe auf Nimmerwiedersehen hinabstürzen...
Aber es ging dann doch alles gut und wir erreichten gegen 14:00 Uhr Espot, den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

1. Tag: Espot - Refugio Ernest Mallafré

Nach einem schönen Mittagspicknick am Ortsausgang von Espot begannen wir also unsere viertägige Wanderung bei bestem Wetter. Die Sonne schien erbarmungslos, und wir befürchteten schon, nicht genug Sonnnencreme für die kommenden Tage mitgenommen zu haben. Doch es sollte anders kommen!

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Bachlauf
bei Espot

Der Weg aus Espot heraus folgt einem Bachlauf, steigt recht gemütlich an und wir konnten sorglos die Schönheit der tiefer gelegenen Pyrenäen genießen. Hin und wieder trafen wir Tageswanderer, die uns mit unseren dicken Wanderschuhen, Wanderstöcken und großen Rucksäcken etwas ungläubig begutachteten, kamen wir doch schließlich noch an mehreren Parkplätzen vorbei. Kurz: Wir waren an diesem Tag noch in der Zivilisation.
So passierten wir nach einer schönen, nicht zu anstrengenden halbtägigen Wanderung eine kleine Kapelle und erreichten kurz darauf das Refugio Ernest Mallafré.

Hütten-Info: Refugio Ernest Mallafré

Höhe: 1950 Meter
Telefon: +34 - 973 25 01 18
+34 - 973 25 01 05
Homepage: http://www.feec.org
Bemerkungen: sehr klein, Reservierung empfohlen
Reservierung über Funk von anderen Hütten möglich
Rucksäcke werden nachts vor Tür gehängt

Im Vorfeld hatten wir erfahren, dass eine Reservierung auf den Hütten sinnvoll sei, so hatten wir telefonisch bereits die Schlafplätze für uns reserviert. Das ist aber eigentlich nur bei der ersten Hütte notwendig, denn die Hütten sind untereinander per Funk verbunden und man kann abends bei Ankunft vom Hüttenwart kostenlos direkt die nächste Hütte reservieren lassen.

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Refugio
Ernest Mallafré

Im Refugio Ernest Mallafré war die Reservierung dann auch sehr nützlich, denn im Vergleich zu den mir bekannten Alpenvereinshütten war hier alles sehr klein: Es gab nur einen Schlafsaal, einen Waschsaal sowie ein Esszimmer und dementsprechend ist die Hütte in der Hauptsaison sehr schnell voll belegt. Dann müssen sogar die Rucksäcke der Wanderer in Plastiksäcke eingepackt und draußen vor der Tür aufgehängt werden.
Nach einigen Partien Schach auf dem hütteneigenen Schachbrett gab es gegen Abend ein absolut geniales Vier-Gänge-Menü. Wie wir später feststellten, sind solche Menüs auf den Pyrenäen-Hütten üblich und auf fast jeder Hütte erhältlich, wenn auch nicht ganz billig (hier 14,50 EUR pro Person). Nach diesem guten Essen sind wir schon recht bald schlafen gegangen, um ausgeschlafen die kommenden Etappen angehen zu können.

2. Tag: Refugio Ernest Mallafré - Refugio Colomers

Am nächsten Morgen gönnten wir uns noch das Hüttenfrühstück (ein Fehler! Die Kalorien des Zwiebacks und Weißbrots waren so schnell wieder verflogen, dass wir bereits nach einer halben Stunde eine Pause machen mussten und unsere mitgebrachten Müsliriegel verschlangen). Das Wetter war bewölkt, und meine Schwester stellte fest, dass sie ihren Rucksackregenschutz in Barcelona liegen gelassen hatte. Sie bekam daher vom Hüttenwart einen großen Plastik-Müllbeutel. Danach liefen wir gutgelaunt los, nicht ahnend, was uns die nächsten drei Tage noch alles bringen sollten...

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Cascade
de Ratera

Zunächst kamen wir an ein paar Pferden vorbei, entschlossen uns dann, die im Führer empfohlene Variante über die "Cascade de Ratera", einem schönen kleinen Wasserfall, zu nehmen. Kurz danach begann es das erste Mal, leicht zu regnen, unsere Sonnencreme-Sorgen waren inzwischen verflogen...
Wir stiegen immer weiter an, und nachdem wir die Baumgrenze passiert hatten, wurde es zusehends windiger. Vorbei an mehreren klaren Bergseen liefen wir weiter zum Pass "Port de Ratera d'Espot", dem höchsten Punkt dieser Etappe. Zum Glück wechselten sich Regen und Wind (inzwischen fast Sturm) immer ab, so dass wir nie lange nass waren, weil wir gleich wieder vom Wind getrocknet wurden.

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Blick von
Port de Ratera

Oben auf dem Pass trafen wir dann die Engländerin wieder, die wir im Bus kennengelernt hatten, die dort Mittagspause machte und das gleiche Etappenziel wie wir hatte. Nachdem wir uns gegenseitig bestätigt hatten, wie toll der neue Blick jenseits des Passes auf mehrere Bergseen war, gingen wir weiter und machten uns an den Abstieg.

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Estany Obago

Wir passierten zunächst den Estany Obago, anschließend den Estany Long (in denen man sicher herrlich baden könnte, wenn man nicht wegen des Regens eigentlich genug vom Wasser hätte...), um schließlich nach einem kleinen Anstieg das Refugio de Colomers an einem Stausee zu entdecken und nach einem steilen Abstieg auch zu erreichen.

Hütten-Info: Refugio Colomers

Höhe: 2100 Meter
Telefon: +34 - 973 25 30 08
+34 - 973 64 05 92
Homepage: http://www.feec.org
Bemerkungen: kalte Duschen
abenteuerliche Toilette am See
Reservierung über Funk von anderen Hütten möglich

Eine Besonderheit dieses Refugios ist sicherlich seine Toilette: Ein kleines Plumpsklo, dessen Dach es in der Nacht vorher weggeweht hatte! Es liegt direkt an der Staumauer über dem Stausee und ist über eine kleine krumme Treppe (mit sehr wackeligem Geländer direkt zum See) zu erreichen. Wir würden es sicher nicht in der Nacht benutzen!

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Toilette beim
Refugio Colomers

Auch auf dieser Hütte leisteten wir uns das Vier-Gänge-Menü (wozu haben wir eigentlich unser eigenes Essen und den Kocher mitgenommen?), und auch hier wurden wir mehr als satt.
Beim Abendessen beklagten wir ein wenig das Wetter. Aber wenn wir da schon gewusst hätten, was uns der nächste Tag bringen sollte...

3. Tag: Refugio Colomers - Refugio Restanca

Dieser Tag wird mir mit einer der härtesten Wanderungen meines Lebens wohl immer in Erinnerung bleiben. Im Nachhinein betrachtet war dieser Tag wohl auch nicht ganz ungefährlich. Aber der Reihe nach.
Beim Frühstück (dieses Mal haben wir gleich auf unsere Müsli-Riegel zurückgegriffen) stellten wir fest, dass es draußen ziemlich regnete. Allerdings hatten wir natürlich keine Lust, wegen "so ein bisschen Regens" einen Tag auf der Hütte zu verbringen, also packten wir unsere Sachen und machten unsere Rucksäcke so weit es ging regensicher. Der Führer empfahl uns für die Strecke bis zum nächsten Refugio die Variante GR 11.18, mit weniger Höhenmetern und einer kürzeren Wegstrecke als die Hauptvariante. Ein Blick auf die Karte bestätigte das, und wir machten uns auf den Weg.
Nach kurzer Zeit entdeckten wir eine gelbe Markierung (der GR ist rot-weiß markiert), dachten uns, "Ja, das wird die Variante sein", Zeitpunkt und Richtung stimmten, und wir folgten im strömenden Regen der gelben Markierung.
Am Anfang versuchten wir noch, die tausend kleinen Rinnsale überall auf dem Weg zu überspringen, aber spätestens nach einer Stunde waren unsere Schuhe auch von innen nass, so dass wir schließlich einfach durchwateten.
Nach einiger Zeit kam es mir dann allerdings doch suspekt vor, dass wir im Prinzip kaum Höhenmeter gemacht hatten und wir wagten es, trotz des Regens einen Blick auf die Karte zu werfen. Und siehe da: Wir waren bereits Dreiviertel eines Kreises gelaufen und waren kurz davor, auf unseren Weg vom gestrigen Tag zu treffen. Wir hatten keine andere Wahl als weiterzugehen und erreichten nach insgesamt zwei Stunden, inzwischen triefnass, wieder unseren Ausgangspunkt.
Bei schönem Wetter ist dieser Rundweg (der "Circo de Colomers", wie wir später erfuhren) bestimmt ein traumhaft schöner Spaziergang. Wir hatten dafür jedoch in diesem Moment keine Augen.
Nach einer kurzen Beratungspause ("bleiben wir hier, gehen wir weiter?") beschlossen wir, weiterzugehen und die Etappe durchzuziehen.
Es folgte ein Ankämpfen gegen den Wind, sechs Stunden Dauerregen, Kälte und Erschöpfung. Bei diesem Wetter war es nicht möglich, Rast zu machen, wir futterten hier und da mal einen Müsliriegel, aber eigentlich wollten wir unsere Rucksäcke so wenig wie möglich bewegen, da dies immer mit einem Schwall kalten Wassers belohnt wurde, der einem dabei von irgendwo über den Rücken lief.
Der Weg stieg bis auf knapp 2600 Meter stetig an, um dann durch Geröllfelder bis zur Hütte wieder abzusteigen. Und gerade oben auf dem Pass tobte zusätzlich noch ein richtiger Sturm. Ein großer Fehler von uns war, ohne Handschuhe unterwegs zu sein. Wir konnten deshalb irgendwann unsere Finger nicht mehr bewegen, am schlimmsten erwischte es meine Schwester, die noch drei Tage später ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen verspürte. Nicht auszumalen, was mit unseren ausgekühlten Körpern bei einem verstauchten Knöchel oder Ähnlichem im Sturm oben auf dem Pass geschehen wäre...
Aber irgendwann - nach insgesamt über acht Stunden Dauerregen - ging auch diese Tortur zu Ende, wir erblickten das Refugio de Restanca und waren froh, diese Etappe geschafft zu haben.

Hütten-Info: Refugio Restanca

Höhe: 2010 Meter
Telefon: +34 - 608 03 65 59
Homepage: http://www.restanca.com
Bemerkungen: kalte Duschen
Reservierung über Funk von anderen Hütten möglich

Die Engländerin erwartete uns bereits ("yes, I saw you taking the wrong way...") und nach einer (kalten! - jetzt war es zumindest mir eh egal...) Dusche sorgten wir dafür, dass unsere Rucksäcke leichter wurden, indem wir unsere mitgebrachten Nudelgerichte kochten. So verzichteten wir gerade nach der härtesten Etappe auf das Hüttenmenü. Aber beim Abendessen kehrten unsere Kräfte langsam zurück und wir hatten uns die Nachtruhe im warmen Bett an diesem Tag wahrlich verdient!

4. Tag: Refugio Restanca - Refugio Conangles

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Beim Aufstieg zum
Estany de Rius

Am nächsten Morgen wachten wir mit dem Gefühl auf, dass es ja nur besser werden konnte. Und tatsächlich, zwischen den Wolken ließ sich gelegentlich sogar mal die Sonne blicken! Nach dem Frühstück (bei dem wir unsere restlichen Müsli-Riegel vertilgten...) kam noch ein Mal eine kurze Schrecksekunde: Das Anziehen der noch komplett nassen Wanderschuhe! Aber man gewöhnte sich schnell wieder an das klamme Gefühl um die Füße und so brachen wir zu unserer letzten Etappe auf.
Die Engländerin änderte (wie bisher eigentlich jeden Tag) ihre Routen-Pläne, so dass wir auch sie am Abend wiedersehen sollten.
Zunächst mussten wir eine Staumauer überqueren und nach einem kurzen Abstieg begann ein langer, aber gemütlicher Aufstieg, der uns immer wieder beeindruckende Blicke zurück bot.

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Murmeltier
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Estany de Rius

Schließlich erreichten wir den Estany de Rius, einen wunderbar in einem kleinen Kessel auf etwa 2300 Metern Höhe gelegenen See, bei dem wir auch noch einmal die Unberührtheit der Bergwelt genießen konnten. Wir entdeckten sogar mitten in dem Geröllfeld am Ufer ein kleines Murmeltier, was sogar so nett war, sich von uns fotografieren zu lassen, bevor es unter die Steine floh!
Nachdem wir den See passiert hatten, ging es nochmal ein paar Meter hoch, und dann kam der Schock! Der Blick ins nächste Tal bot uns eine Fernstraße sowie eine riesige Abraumhalde voll Schutt, die beim Bau des Tunnel de Vielha entstanden war und nun die Landschaft verschandelte. Nach den letzten dreieinhalb Tagen in der unberührten Bergwelt erfasste uns bei diesem Anblick ein bisschen Wehmut...
Aber wir hatten noch einen anstrengenden Abstieg in dieses Tal vor uns, der sich länger hinzog als es uns lieb war. Vor allem zogen inzwischen wieder bedrohliche Gewitterwolken über uns auf, und da wir gerade eben wieder die Baumgrenze erreicht hatten sahen wir überall die vom Blitz getroffenen Überreste einzelner Bäume. Also versuchten wir, so schnell wie möglich so tief wie möglich zu kommen. Ca. 20 Minuten vor Erreichen des Tals erwischte uns der Gewitterregen mit voller Wucht, wir waren (mal wieder) bis aufs letzte Hemd nass! Aber wir waren tief genug um keine direkte Angst mehr vor den Blitzen haben zu müssen, und das Ziel war in greifbarer Nähe.

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Schlafsaal im
Refugio Conangles

Ursprünglich hatten wir geplant gehabt, im Hospital de Vielha zu übernachten, jedoch hatten uns sämtliche Hüttenwarte vorher davon dringend abgeraten, die Zielgruppe seien nämlich keine Wanderer, sondern eher Fernfahrer. Also taten wir genau das Richtige: Etwa 20 Minuten in südlicher Richtung befand sich das Refugio Conangles, im Juni 2006 neu eröffnet, super schön eingerichtet und mit einem absolut bergtypischen, total netten Hüttenwart! Diese Hütte ist eine absolute Empfehlung für jeden, der den GR 11 läuft! Trotz der Nähe zu der Straße (und damit zur Zivilisation) ist das Flair der Hütte mit ihrem großen Kamin wunderbar...
So konnten wir nach einer (warmen!) Dusche in unseren letzen trockenen Kleidern unser letztes Abendessen genießen, wir bekamen vom Hüttenwart sowohl selbstgesuchte Pilze in Olivenöl (lecker!!) sowie einen Walnuss-Likör geschenkt und konnten so am letzten Abend noch einmal ein richtiges Highlight erleben.

Hütten-Info: Refugio Conangles

Höhe: 1555 Meter
Telefon: +34 - 619 84 70 77
+34 - 667 25 96 51
+34 - 973 64 05 92
Homepage: http://www.refugiconangles.com
Bemerkungen: neue Hütte (Eröffnung 1.7.2006)
warme Duschen
total netter Hüttenwart
auch mit Auto erreichbar
Bushaltestelle "Tunnel Vielha Sud"

Rückreise vom Refugio Conangles nach Barcelona

Unser letzter Morgen in den Pyrenäen war geprägt von der Frage, wie wir am besten zurück nach Barcelona kommen sollten. Auch die Engländerin wollte dorthin. Wir erfuhren vom Hüttenwart, dass ganz in der Nähe des Refugios ein Bus nach Barcelona fuhr (Haltestelle Tunnel Vielha Sud).
Das Problem war jedoch, dass wir unterwegs zu häufig die Menüs auf den Refugios in Anspruch genommen hatten und nun unser Bargeld nicht mehr für drei Personen Busfahrt reichen würde. Nach einiger Diskussion, wie dieses Problem zu lösen sei ("wir fahren mit dem Bus erst mal nur bis zur nächsten Stadt...") bot uns der Hüttenwart an, uns nach Vielha zu fahren, da er sowieso dort etwas zu erledigen habe. Das war unheimlich nett von ihm, er organisierte uns sogar bei Freunden noch einen Platz, wo wir für die Zeit bis zur Busabfahrt unsere Rucksäcke deponieren konnten.
In Vielha konnten wir dann bei einer Bank neues Geld abheben und hatten anschließend noch Zeit, gemütlich und ohne Gepäck das kleine Pyrenäenstädtchen zu erkunden.
Wir beendeten unsere Pyrenäentour mit einer Einkehr in einem kleinen gemütlichen Café (jetzt hatten wir ja wieder Bargeld!) und stiegen schließlich um 13.30 Uhr in den Bus nach Barcelona, wo wir abends um 19.25 Uhr mit vielen schönen Erinnerungen wieder in der Hitze ankamen und die nächsten Tage trocken und warm genießen konnten.